Das Desaster der Möhrenpflanzer

Oktober 21st, 2008

Das Desaster der Möhrenpflanzer

Joachim Starbatty
Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft

Was wir jetzt erleben, erinnert nicht bloß an die Weltwirtschaftskrise von 1929; es ist
eine zweite Weltwirtschaftskrise. Die Zentralbanken pumpen Liquidität über Liquidität
in das Finanzsystem, Regierungen bürgen für faule Vermögenswerte und nehmen
sie auf die eigenen Bücher, sozialisieren also das unternehmerische Risiko. Damit
haften die Bürger für die Verluste des Banksystems

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Die Subprime-Krise als Folge von

Oktober 21st, 2008

19. Januar 2008, Neue Zürcher Zeitung
Die Subprime-Krise als Folge von
Fehlanreizen
Was Friedrich A. von Hayek zu Notenbanken sagen
könnte
In instabilen Zeiten greifen geldpolitische Akteure gerne auf die Rezepte von John
Maynard Keynes zurück: Um die Konjunktur zu beleben, pumpen die Notenbanken
Liquidität in die Märkte. Wie der Autor in Anlehnung an Keynes’ Widerpart,
Friedrich A. von Hayek, darlegt, wird dadurch der Zins als Steuerungsinstrument
ausgehebelt. (Red.)
Von Joachim Starbatty*

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Wird aus der Finanzkrise eine zweite Weltwirtschaftskrise?

Oktober 21st, 2008

Joachim Starbatty
Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft

Tübingen, den 23. Sep. 2008

1. Befund

Die schärfste Wirtschaftskrise seit 1929; alle internationalen Börsen sind erfasst;
schwergewichtige Hypothekenbanken und Investmenthäuser verschwinden vom Markt;
angesehene Banken sind angeschlagen oder sogar in ihrer Existenz bedroht; wenn die
Finanzkrise auf die Realwirtschaft durchschlägt, geht sie rund um die Welt; das 700 Mrd.
Dollar-Rettungspaket bestätigt die schlimmsten Befürchtungen.

2. Diagnose

Die Krise ging vom Subprime-Segment (minderwertige Kredite) auf dem US-
Hypothekenmarkt aus. Ursächlich hierfür war die aggressive Billig-Geldpolitik des Fed
(Federal-Reserve-Bank), der Bank of Japan, Bank of England und der EZB. Sie haben
zeitweise sogar mit negativen Realzinsen – Refinanzierungssatz bei den Zentralbanken unter
Berücksichtigung der Inflationsrate – die Konsequenzen der New Economy-Blase zu

überspielen versucht und haben bewußt eine Überhitzung des Immobilienmarktes zugelassen:USA, Großbritannien, Spanien, Portugal, Irland, Frankreich. Bei extrem niedrigen Zinsen für
Hypothekendarlehen schrecken steigende Immobilienpreise zusätzliche Käufer nicht ab,
sondern locken sie geradezu an. Erhöhen dann die Zentralbanken „Schrittchen für
Schrittchen“ (jeweils um einen ¼-Prozentpunkt bzw. 25 Basispunkte) den
Refinanzierungssatz, so bringen sie schließlich jede Blase – so auch die Immobilienblase –
zum Platzen.

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Wer ist verantwortlich für Inflation und Blasen?

Oktober 21st, 2008

Wer ist verantwortlich für Inflation und Blasen?

von Professor Joachim Starbatty

Wenn unser bedachtsamer Bundespräsident, der die Finanzmärkte als
verantwortlicher Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, als Präsident des
Sparkassenverbandes und vor allem als Geschäftsführender Direktor des
Internationalen Währungsfonds kennen gelernt und durchleuchtet hat, sagt, dass die
Finanzmärkte sich zu „Monstern“ entwickelt hätten, drängt sich eine genauere
Betrachtung der maßgeblichen Akteure auf diesen Märkten geradezu auf. Märkte
führen als Institutionen Angebot und Nachfrage zusammen und liefern Signale über
die jeweilige Knappheit. Institutionen können nicht zu Monstern degenerieren.

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Kommentar zum Interview von Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler (Stern, Nr. 21, 15. Mai 2008, S. 42 - 46.)

Oktober 21st, 2008

Joachim Starbatty
Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft

Kommentar zum Interview von
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler (Stern, Nr. 21, 15. Mai 2008, S. 42 - 46.)

„Die Finanzmärkte sind zu einem Monster geworden“ hat der STERN ein Interview
mit Bundespräsident Horst Köhler übertitelt. Dieses Bild hat die Öffentlichkeit
elektrisiert. In vielen Kommentaren und Glossen wurde dieses Bild von allen Seiten
beleuchtet – zustimmend, aber auch ablehnend. Es überschattet die anderen
Aussagen. Die Stellungnahme der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft geht
auch hierauf ein, wobei natürlich die Finanzkrise im Mittelpunkt steht.
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Gesundheitsreform beendet Schwierigkeiten des Systems nicht

Oktober 21st, 2008

Gesundheitsreform beendet Schwierigkeiten des Systems nicht

Der Gastkommentar Gesundung oder bloß längere Agonie?

DT vom 23.01.2007
von Professor Joachim Starbatty

Wenn wir wissen wollen, wohin uns die Gesundheitsreform bringen wird, müssen wir wissen, wo wir stehen. Wir haben in Deutschland im Prinzip ein zweigeteiltes Gesundheitssystem – ein privat organisiertes und ein gesetzlich geregeltes, wobei das Beihilfesystem für Beamte dem privaten Bereich zuzuordnen ist. Der Sanierungsbedarf tritt in der gesetzlichen Krankenversicherung auf. Dies ist von der Konstruktion her auch gar nicht anders zu erwarten. Rein systematisch betrachtet handelt es sich um ein Sachleistungssystem, das über kollektive Umverteilung finanziert wird. Ein solches System wird über kurz oder lang gegen die Wand gefahren, weil die davon betroffenen Bürger soviel wie möglich aus dem System herausholen wollen und weil bei schrumpfenden sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen die finanzielle Basis wegbricht.

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Stéphane Courtois et al. - Das Schwarzbuch des Kommunismus

Oktober 21st, 2008

Eine Autorengruppe um Stéphane Courtois hat sich zusammengefunden, um Unterdrückung,
Verbrechen und Terror des Kommunismus zu dokumentieren und zu analysieren. Sie
erforschen – mehrheitlich als Historiker – das Phänomen des Kommunismus und seine
Erscheinungsformen. Stéphane Courtois (* 25. November 1947), massgeblicher Autor und
spiritus rector des Unternehmens, ist Forschungsdirektor am “Groupe d’Etude et
d’Observation de la Démocratie” der Universität Paris X in Nanterre. Er ist Mitgründer und
Redakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Communisme. In den frühen 1970er Jahren war
er militanter Maoist.

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