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Historie – Eine kleine Geschichte der Aktionsgemeinschaft


65 Jahre Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft

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     Die Entstehung der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft in den 1950er Jahren



Eine ausführliche Darstellung der Entstehungsgeschichte der ASM findet sich in: Julian Dörr und Maximilian Kutzner,
„Außerparlamentarischer Wachhund“? Die Entstehungsgeschichte der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft
und deren Aktivitäten zur Vermittlung der Wirtschaftsordnung in Deutschland, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und 
Wirtschaftsgeschichte 104 (2017), S. 487-524.




Gegründet
wurde die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft e.V. (ASM) vom Publizisten Otto Lautenbach als Ableger des Freiwirtschaftsbunds am 23. Januar 1953. Nach dessen Tod 1954 führt Johann Lang, Anwalt des Deutschen Genossenschaftsverbandes, den Verein.
1953





1953



Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verglich die Funktion der ASM 1953 mit der eines Wachhundes, der dann anfangen soll laut zu bellen, wenn es „wirtschaftlich vielleicht einmal zu langsam vorwärts – oder in eine nicht ganz unbedenkliche Richtung“ geht (FAZ, 23.01.1953, S. 9). Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die ASM oftmals als dieser „außerparlamentarische Wachhund“ gezeigt.









Prägend für die Ausrichtung und das Selbstverständnis der Aktionsgemeinschaft war Alexander Rüstow, der in den Jahren 1955 bis 1961 Vorsitzender des Vorstands war. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Wolfgang Frickhöffer, formte er die ASM im jungen Nachkriegsdeutschland zu einem wichtigen wirtschaftspolitischen Forum. Um die Diskussionen in Politik und Wissenschaft voranzutreiben, trat die ASM mit zahlreichen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit. Ein zentrale Plattform in diesen Jahren waren die Arbeitstagungen, an denen Denker und Praktiker der Sozialen Marktwirtschaft wie Ludwig Erhard, Wilhelm Röpke, Alfred Müller-Armack, Franz Böhm, Günter Schmölders und Karl Schiller teilnahmen.
1955














1955



Die Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft verdeutlichen eine weitere grundsätzliche Aufgabe: Sie will durch ihr Wirken die Sozialen Marktwirtschaft auch der breiten Bevölkerung nahebringen. Unter dem Titel „Marktwirtschaft in Aktion“ schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung zur ASM: „Von sozialer Marktwirtschaft wird bei uns viel geredet, aber nicht immer ganz aufrichtig und nicht immer aus tieferem Verständnis dafür, worum es sich eigentlich handelt. Deshalb ist es gut, dass es eine Organisation gibt, die keinem Gruppeninteresse dient, sondern sich ausschließlich zum Ziel gesetzt hat, das Verständnis für die Wirtschaftsordnung der sozialen Marktwirtschaft zu verbreiten und zu vertiefen und die praktische Wirtschaftspolitik kritisch daraufhin zu beobachten, ob sie den Grundsätzen der sozialen Marktwirtschaft gerecht wird oder nicht.“ (FAZ, 23.12.1955, S. 11).


















Den politischen und wissenschaftlichen Gestaltungsanspruch unterstrich die ASM mit Rüstow als „Gelehrtem und Reformer“ (Edith Eucken-Erdsieck) in vielfältiger Weise. So forderte das Aktionsprogramm von 1955 vehement ein Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen als unentbehrliches Element der Wirtschaftsverfassung, um die Macht von Unternehmen und Lobbyverbänden einzuschränken und auf diese Weise einen Wettbewerb zu garantieren, der dem Menschen dient. Das Gesetz wurde schließlich nach langen Verhandlungen 1957 verabschiedet.
1955













1961






Wolfgang Frickhöffer übernahm 1961 das Amt des Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft von Alexander Rüstow, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt wird. Die ASM tritt für eine konsequente Ausrichtung der Wirtschaftspolitik an den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft ein – wachsam gegen über allen Abweichung. Die ZEIT weiß am 21.05.1965 zu berichten: „In ungewöhnlich scharfer Form ist in der vergangenen Woche das egoistische und engstirnige Verhalten der Interessenvertreter attackiert worden. Der Bundeskanzler gestand vor der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft freimütig, dass die Lobbyisten sein größter Kummer seien.“














Seit 1964 wird die Alexander-Rüstow-Plakette an bedeutende Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft verdient gemacht haben. So wurden Ludwig Erhard, Franz Böhm, Karl Schiller, Helmut Schlesinger und Otto Graf Lambsdorff mit dem Preis geehrt.
1964









1967

 

 

 



Die Aktionsgemeinschaft begleitet seit vielen Jahren die Politik der Bundesregierung kritisch. So hat sie sich gegen das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (Magisches Viereck) gestellt. Sie forderte die Bundesregierung dazu auf, Wachstum als Ziel aus dem Gesetz zu streichen, da Wachstum das Ergebnis einer Marktwirtschaft ist, aber nicht ihr Ziel. Eine Globalsteuerung, die quantitativen Wachstumszielen folgt, tendiere zu Dirigismus.










1978 feiert die Aktionsgemeinschaft ihr 25-jähriges Bestehen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung würdigt sie als „marktwirtschaftliches Gewissen“ (FAZ, 23.01.1978, S. 11). So hat die ASM in diesen Jahren eine Reihe von konkreten Verbesserungsvorschlägen vorgelegt: ein Sanierungsprogramm zur Finanz- und Sozialpolitik, ein Alternativprogramm zur Regierungserklärung vom Dezember 1976 und eine Denkschrift zur Arbeitslosigkeit vom Sommer 1977.
1978











1991

1991 stirbt Wolfgang Frickhöffer. Er hatte in seiner langen Zeit als Vorsitzender maßgeblich Einfluss auf die ASM. Zu seinem 70. Geburtstag noch im gleichen Jahr urteilt die FAZ: „Die Aktionsgemeinschaft mit ihren Zielen und Mitteln, mit ihrer Organisation und Schlagkraft zu beschreiben, ist leicht: sie besteht aus Wolfgang Frickhöffer.“ (FAZ, 25.05.1991, S. 14)








Joachim Starbatty wird im November 1991 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Geschäftsstelle wird 1993 von Heidelberg nach Tübingen verlegt.
1991










1993






Joachim Starbatty stößt neue Projekte an, wie etwa das Alfred-Müller-Armack-Symposion, das im April 1993 das erste Mal stattfindet. Weitere neue Projekte sind die Konzipierung und Umsetzung des MACRO-Planspiels im Jahr 1999, die Verstärkung der Arbeiten der Arbeitskreise und die erfolgreiche Etablierung der Schriftreihe „Marktwirtschaftliche Reformpolitik“.









Seit 1990 veranstaltet die Aktionsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Hanns Martin Schleyer- Stiftung Dialogseminare für Studierende und bezieht dabei Praktiker aus Politik, Medien und Wirtschaft mit ein. Im Jahr 1993 fand der erste Franz-Böhm-Vortrag in Tübingen statt.
Regelmäßige Vorlesungsreihen im Rahmen des Studium Generale an der Universität Tübingen bringen durch aktuelle Themen und hochkarätige Referenten Tübinger Studierenden und interessierten Bürgern wirtschaftspolitische Fragestellungen näher.













2001

Auch im neuen Jahrtausend wird die Alexander-Rüstow-Plakette verliehen, so u.a. 2001 an Kurt Biedenkopf, 2004 an Bernhard Vogel und Hans Willgerodt, 2011 an Horst Köhler, 2013 an Paul Kirchhof und zuletzt 2015 an Reinhard Kardinal Marx.






Im November 2014 scheidet Joachim Starbatty aus dem Vorstand der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft aus, Nils Goldschmidt wird sein Nachfolger. Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Der Wachhund wechselt“.
2014












 
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